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Ein Blick hinter den YouTube-Algorithmus

YouTube Quelle:Pixabay, mohamed_hassan Für viele Internet-Nutzer gehört YouTube zu den wichtigsten Seiten überhaupt. Sei es als Abspielstation für Musik, zur Unterhaltung oder als Wissensvermittler – die Videoplattform hat eine ganze Reihe von Funktionen, die im Alltag nützlich sind. Allerdings sind die Datenmengen, die auf YouTube verfügbar sind, schier unendlich. Jede Minute werden rund 400 Stunden Bewegtbilder auf die Plattform hochgeladen, jeden Tag schauen User mehr als eine Milliarde Stunden Videomaterial. Obwohl YouTube voll ist mit Inhalten, funktioniert die Suche einwandfrei. Wer etwas sucht, findet es in der Regel binnen kürzester Zeit. Und hat der User ein Video zu Ende geschaut, startet automatisch ein weiteres, das thematisch passend ist. Dahinter steckt ein ausgeklügelter Algorithmus.

View-Dauer so wichtig wie Titel 

Man mag es kaum glauben: Nach Google ist YouTube die wichtigste Suchmaschine im Internet. Wer mithilfe eines Video-Tutorials erfahren möchte, wie ein Teppich verlegt wird, geht dazu auf YouTube. Ebenso machen es Internet-User, die Fußballtricks lernen oder sich über Online-Glücksspiele informieren möchten. Die Suchfunktion ist jedoch nicht die einzige Gelegenheit, bei der dem User Videos angezeigt werden. Dies geschieht auch auf der Startseite, neben einem laufenden Video oder dann, wenn es zu Ende ist und ein neues gestartet wird. Welche Inhalte an diesen Stellen auftauchen, hängt von einem komplexen mathematischen Verfahren ab. Dieses bringt im Wesentlichen den Nutzer mit den passenden Videos zusammen. Selbstverständlich spielen der Titel, die Beschreibung und die hinterlegten Schlagwörter eine wichtige Rolle bei der Suche. Allerdings sind sie längst nicht die einzigen Kriterien, nach denen ein Video weit oben in den Suchergebnissen landet. YouTube bezieht ebenso Faktoren wie die Anzahl und die durchschnittliche Dauer der Views mit ein. YouTube Quelle:Geralt

Hohe Verweildauer als Ziel

Hinter YouTube steht ein Unternehmen, dessen vorrangiges Ziel es ist, möglichst viel Geld zu verdienen. Daher liegt es in seinem Interesse, seine User lange Zeit auf der Seite verweilen zu lassen. Das gelingt mit Videos, die nicht zu kurz und nicht zu lang sind und vor allem eins tun: den Nutzer fesseln. Aus diesem Grund spielt die durchschnittliche Dauer eines Views eine große Rolle für YouTube. Gleiches gilt für die Anzahl der Likes und der Kommentare, die für ein Video eingehen, sowie für die Anzahl der Abonnenten, die der Produzent des Videos hat. Wichtig ist zudem, wie oft ein Video auf anderen Seiten verlinkt wurde. Wird ein Clip etwa sehr häufig in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter geteilt, sorgt dies zugleich für seine höhere Sichtbarkeit auf YouTube selbst.

Veränderungen am Mechanismus

Für Personen, die auf der Suche nach einem Video sind, spielt der YouTube-Algorithmus keine Rolle. Ihnen geht es schließlich nur darum, möglichst schnell den Inhalt zu finden, den sie suchen. Ganz anders sieht dies für Menschen aus, die Inhalte für YouTube produzieren. Sie bestreiten teilweise ihren Lebensunterhalt von den Einnahmen, die die Plattform an sie ausschüttet. Darum müssen sie sich recht ausführlich mit dem Algorithmus auseinandersetzen, um die Sichtbarkeit ihrer Videos zu erhöhen. Das Problem: YouTube verändert die Funktionsweise des Verfahrens regelmäßig, um beispielsweise auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. So kündigte YouTube Anfang 2019 an, dass Videos mit Verschwörungstheorien oder Fake News seltener empfohlen werden. Wegen der fehlenden Transparenz bei der Veränderung des Algorithmus sieht sich YouTube regelmäßig Kritik ausgesetzt – auch deshalb, weil die mathematische Formel hinter den Suchergebnissen ein großes Potenzial für Manipulationen liefert. Vor allem kleineren Influencern bleibt allerdings nichts Anderes übrig, als sich in Sachen YouTube-Algorithmus auf dem Laufenden zu halten.
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