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Geht umweltbewusste Mode?

Exklusive Herrenhemden in einer Verkaufsauslage. Quelle: Pixabay Wenn man die beiden Worte „umweltbewusst“ und „Mode“ in einem Satz nennt, dann werden Sie sich bestimmt Fragen, wie dies denn möglich ist. Denn die Herstellung von Kleidung ist schon seit je her absolut umweltschädlich. Nachhaltigkeit bietet in einigen Kategorien eine natürliche Markenbindung. Bioprodukte werden als ein Fortschritt in der Lebensmittel- und Körperpflege wahrgenommen. Hohe Effizienz wird im Automobilbereich immer einfacher. Aber Casinos? Es ist schwer zu sehen, wie ein glücklicher Planet die Marke des Glücksspiels aufbauen kann. Aus diesem Grund wurde 2016 die Sustainable Gambling Conference ins Leben gerufen, auf der Menschen aus der gesamten Branche zusammengebracht werden sollen, um zu diskutieren, wie eine nachhaltige Glücksspielbranche langfristig gesichert werden kann. Der zweitgrößte Mode-Händler H&M testet nun in einer ersten Phase für 3 Monate den Verleih von Kleidungsstücken, um die Modebranche etwas umweltfreundlicher zu machen. Lesen Sie, ob sich dies für die Umwelt und das Unternehmen lohnt.

Wie umweltschädlich ist die Modeherstellung?

Wie oben bereits erwähnt, ist die Herstellung von Kleidungsstücken nicht sehr umweltbewusst. Wenn man bedenkt, dass für die Herstellung einer ganz normalen Jeans ca. 8.000 Liter sauberes Wasser nötig sind, dann sehen Sie sofort, dass das ganze umweltschädlich ist. Wenn Sie jetzt meinen, dass die Herstellung einer Jeans die Ausnahme ist, dann müssen wir Ihnen sagen, dass Sie da leider falsch liegen. Selbst die Herstellung eines völlig normalen T-Shirts kann je nach Farbe und Druck mit bis zu 15.000 Litern Wasser zu Buche schlagen. Dem gegenüber sinkt der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch der Deutschen für Duschen, Waschen und Trinken seit den 1990er Jahren und liegt derzeit bei 125 Litern pro Tag und Person. Wenn Sie nun berechnen, wie viele Tage Sie Ihren Wasserkonsum für die Wassermenge, die für die Herstellung eines T-Shirts verwendet wird, decken könnten, dann kommen wir auf insgesamt 120 Tage. Oder anders gerechnet – zur Herstellung eines einzigen T-Shirts wird die Wassermenge benötigt, die 120 Deutsche am Tag benötigen – schon unglaublich oder?

H&M mit Test 

H&M macht nun den Versuch, die Modebranche etwas umweltfreundlicher zu gestalten. In Schweden bietet der Mode-Riese nun in seinem Flagship-Geschäft die Conscious Exclusive Kollektion in einer Modevermietung an. Das Geschäft bietet seinen Kunden, die für diesen Service Mitglied werden müssen, ausgesuchte Kleider und Röcke der Kollektion, sowie Einzelstücke aus den Jahren 2012 bis 2019 an.

Der Test in der Praxis

Wie kommen denn nun die Kunden an die Kleidungsstücke? Das ist aktuell noch etwas kompliziert und funktioniert nicht wie ein antiquierter Videoverleih – sondern die Mitglieder, die sich Kleidung mieten möchten, müssen in dem besagten Geschäft von H&M einen Termin mit einem Stylisten vereinbaren. Die Mitglieder erhalten dann durch diesen Stylisten eine Stilberatung und das passende Kleidungsstück. Mitglieder können bis zu 3 Kleidungsstücke mieten – und die Mietdauer beträgt 1 Woche. An Kosten fallen pro Kleidungsstück umgerechnet knapp 34 Euro pro Kleidungsstück an. Wenn Sie den Preis sehen, dann merken Sie sicherlich schnell, dass es in diesem Test nicht um die alltäglich von H&M verkauften Kleidungsstücke geht, sondern dass wir hier von einem viel höherpreisigen Segment sprechen.

Weitere Dienstleistungen im Test

Künftig soll neben den Mitgliedern allen Kunden eine Dienstleistung angeboten werden, bei der Lieblingskleidungsstücke, die über die Zeit kaputt gingen, wieder ausgebessert oder repariert werden. Dies soll die Kunden dazu animieren, die Produkte von H&M weiter zu tragen und nur die Stücke zu recyceln, die tatsächlich nicht mehr repariert werden können. In Stockholm wurde Ende November ein neues Verkaufsgeschäft eröffnet, für das die Geschäftsleitung von H&M den Mitgliedern und Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis, ein kuratiertes und von Stylisten ausgesuchtes Sortiment sowie eine Beauty Bar und das Café-Konzept „It’s Pleat“ anbietet. Alte Nähmaschinen, mit denen früher Mode hergestellt wurde. Quelle: Pixabay

Weshalb macht dies H&M?

Die Modebranche hat in den letzten Jahrzehnten einen rasanten Wandel durchlebt. Aus Mode wurde Fast Fashion und die Hersteller und Händlerketten konnten nicht schnell genug ihre Kollektionen tauschen. Der Trend ging von Qualitäts-Schneiderarbeiten zur Massenware, die absolut dem Umweltschutz entgegentrat und auch die Ausbeutung der Menschen in den armen Ländern förderte. Firmen wie Primark, die mit Billigmode Millionen verdienen, dabei aber in Billiglohnländern produzieren, sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dieser Billigwahn hat sich auf die „Geiz ist geil“-Mentalität vieler Kunden übertragen. Kunden weigern sich oft, teurere Kleidung zu kaufen und es passiert sehr oft, dass Kleidungsstücke nur ein paarmal getragen werden, bevor sie in den Müll wandern. Es gab aber in den letzten Jahren einige Beispiele, die die Verbraucher wachgerüttelt haben. Zum Beispiel das verheerende Unglück in einem Textilbetrieb in Bangladesch, bei dem ein kompletter Betrieb aufgrund struktureller Probleme einstürzte und über 1.100 Menschen zu Tode kamen. Auch sorgt die Friday for Future-Bewegung von Greta Thunberg für ein Umdenken und mehr und mehr Menschen und auch Firmen denken nun an den Umweltschutz. Wir begrüßen diesen von H&M durchgeführten Test und würden uns freuen, wenn sich noch mehr Unternehmen, auch anderer Branchen, für ein solches Geschäftsmodell begeistern könnten. Denken Sie umweltbewusst? Wenn ja, dann könnte Ihnen der nachfolgende Blog ebenfalls gefallen: https://de.royalvegascasino.com/blog/die-greta-thunberg-geschichte/


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