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Online-Gigant sperrt Werbung für Kryptowährung

Google schmeißt Krypto-Werbung raus Quelle: pixabay Das World Wide Web hat zweifelsfrei eine Menge wunderbarer Vorzüge, wenn sich aber im Internet alles einfach so ausbreiten kann, haben wir es auch ganz schnell mit Betrug zu tun. Wir alle kennen die Geschichte: Irgendjemand hat eine profitable Idee, macht einen fetten Reibach und bald machen es ihm immer mehr Leute nach. Sobald die Idee den digitalen Markt ordentlich überschwemmt hat und man damit kein wirklich schnelles Geld mehr machen kann, werden die Leute kreativ. Oder vielleicht etwas treffender ausgedrückt: die Leute werden unehrlich. Erneut liegt der Fokus diese Woche auf den Kryptowährungen, diesmal jedoch aus einem ganz falschen Grund. Suchmaschinengigant Google hat bekanntgegeben, er werde keine Inhalte mehr zulassen, die den Verkauf von Initial Coin Offerings bewerben. Und das ausgerechnet jetzt, wo überall befürchtet wird, dass die Branche der Kryptowährungen offiziell Gefahr läuft, Betrügereien im Weltklasseformat zum Opfer zu fallen.

Nicht die Ersten, die das tun

Das Unternehmen Google ist nicht der erste digitale Riese, der gegen Werbung für Kryptowährungen wie Bitcoin hart durchgreift. Bereits Anfang des Jahres hatte Facebook ähnliche Maßnahmen ergriffen und das Ergebnis war alles andere als schön. Der Schritt sorgte für einen Fall der Bitcoin-Preise, und zwar um über 10 %. Im letzten Jahr entwickelten sich die Kryptowährungen zu einer wahren Goldmine und jeder mit einer halbwegs passablen Internetverbindung wollte an diesem Boom teilhaben. Dadurch schoss der Wert der digitalen Währungen raketenartig in die Höhe. Viele Leute scheinen tatsächlich ein kleines Vermögen mit dem Kauf und dem Verkauf von Kryptowährungen wie Bitcoin und anderen Online-Währungen gemacht zu haben. Das wiederum ist nun aber teilweise auch der Grund dafür, warum es überhaupt erst zu diesem Problem mit den Krypto-Betrügereien gekommen ist. Die Leute haben sehr bald schon den Handel mit Kryptowährungen als eine einfache Möglichkeit gesehen, auf die Schnelle reich zu werden. Sobald sich aber in einer Branche eine solche Situation zeigt, gerät alles schnell irgendwie in Schieflage. Als das Interesse an den Kryptowährungen immer stärker wurde, tauchten nämlich plötzlich überall Hunderte von neuen Unternehmen auf, jedes mit einem noch besseren und lukrativeren Angebot als die Konkurrenten. Schließlich waren es so viele, dass es schnell überhaupt nicht mehr möglich war, zu erkennen, welche dieser Unternehmen vertrauenswürdig waren und welche nicht. Bitcoinwerbung auf beliebten Online-Plattformen gesperrt Quelle: pixabay

Integritätsschutz

Scott Spencer, Director of Sustainable Ads bei Google, bezeichnet dies als Hauptgrund dafür, dass das Unternehmen so hart gegen Kryptowährungsprodukte und entsprechende Dienstleistungen vorgeht. Spencer betont die Tatsache, dass das Google-Team es nach wie vor als seine Priorität ansehe, Werbung authentisch zu halten und potenziell schädliche oder aufdringliche Werbung zu entfernen. Dies müsse auch eine Priorität bleiben, damit ehrliche Werbung auch in Zukunft einen seriösen Ruf genieße. Immer wenn Betrüger ihre hässliche Fratze zeigen, steht der Ruf der Werbebranche in vielerlei Hinsicht auf der Kippe. Google hat Berichten zufolge neue Richtlinien für sämtliche Kryptowährungen eingeführt. Danach soll jegliche Werbung im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Initial Coin Offerings nicht mehr in den Suchergebnissen von Google erscheinen dürfen. Dies betrifft auch den Tausch von Kryptowährungen sowie andere Krypto-Tools, zum Beispiel Online-Wallets. Darüber hinaus flogen Seiten, die Tipps zum Trading mit Kryptowährungen geben, ebenfalls raus. Unternehmen, die Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren, sind bislang noch nicht betroffen, und da man Bitcoins überall verwenden kann, beispielsweise in Online-Casinos oder in den Niederlanden auch bei Burger King, besteht die Hoffnung, dass man in diesem Bereich nicht so rigoros vorgehen wird.

Ein Welleneffekt

Wie auch immer man die Sache betrachtet, wenn ein so großes Unternehmen wie Google eine bestimmte Idee oder ein bestimmtes Produkt ächtet, muss man mit einem großen Wellenffekt am gesamten Markt rechnen. Das wird auch bei der Kryptowährung nicht anders sein. Das heißt, die Auswirkungen auf den digitalen Geldmarkt werden sich mit Sicherheit bald deutlich und heftig zeigen. Viele Branchen fangen gerade erst an, Kryptowährungen zu akzeptieren, allen voran die Branche der Online-Casinos. Hier wird sich erst zeigen, welches Ausmaß Googles rigoroses Vorgehen auf diese Märkte konkret haben wird.


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