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Warum werden Menschen zu Betrügern?

Betrug ist ein weit verbreitetes Verbrechen. Quelle:Nick Youngson Gelegenheit macht Diebe – eine Weisheit, die seit Langem Gültigkeit hat. Auch Online-Casinos werden immer öfter zur Zielscheibe von Betrugsversuchen. Eine gängige Methode ist die Nutzung mehrerer Accounts. Ziel ist es, die Willkommensprämie zu steigern, oder sich über einen fiktiven Mitspieler Vorteile zu verschaffen. Ebenso kommt es vor, dass Personen mit Geld spielen, das sie nicht besitzen. Da die Bank die Abbuchung zurückgehen lässt, finanziert das Casino die Spiele.  Aber warum ist dies so? Was verwandelt scheinbar unbescholtene Bürger in Kriminelle? Psychologen und Polizei befassen sich mit dieser Frage. Zeit, einen Blick auf die Antworten zu werfen.

Das Betrugsdreieck

Experten sprechen von einer Kombination aus drei Faktoren. Treffen die ersten zwei aufeinander, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zum Betrüger wird. Im Anschluss an das Verbrechen folgt der dritte und letzte Teil des Dreiecks. Sehen wir sie uns näher an:

Druck

Wenn Menschen plötzlich zu Betrügern werden, ist dies normalerweise mit irgendeiner Form von Druck verbunden. In Filmen oder Serien ist dies oft ein Gangsterboss, der die Familie entführt, und vom Hauptdarsteller verlangt, etwas Verbotenes zu tun. Im realen Leben hingegen sind es oft existenzielle Probleme. Verständlich: Wer Geld im Überfluss hat, wird kaum den Druck verspüren, seinen Kontostand auf illegalem Weg aufzubessern. Oft ist es auch der Druck, „mehr zu sein“. Ein besseres Auto zu besitzen, hochwertigere Kleidungsstücke zu tragen oder ein Smartphone zu haben, das man sich nicht leisten kann. Suchterkrankungen nehmen einen großen Anteil ein. Hier entsteht der Druck durch die Notwendigkeit, an weitere Suchtmittel zu gelangen. Tatsächlich sind viele „Kleinkriminelle“ abhängig von Alkohol oder härteren Drogen. Man spricht deshalb auch von Beschaffungskriminalität. Dabei muss der Impuls nicht von der abhängigen Person ausgehen. Oft ist es auch der Dealer, der eine „Lösung“ bietet, indem er den Abhängigen zu Botengängen, Kurierfahrten und anderen Dingen verpflichtet. Ein weiterer Anteil der Menschen, die unter Druck zu Betrügern werden, will damit Familienangehörigen helfen – beispielsweise, um eine medizinische Behandlung zu finanzieren oder Medikamente kaufen zu können. Betrug und Online-Hacking sind sehr häufig Quelle:Methodshop

Gelegenheit

Im Gegensatz zu Berufsverbrechern planen „Neulinge“ ihre Taten meist nicht minutiös voraus. Wo der Profi sich Gelegenheiten schafft, sind es hier sich Chancen, die sich plötzlich bieten. Der Betroffene wird dadurch in Versuchung geführt. Dabei kann es sich im Ideen handeln, die irgendwo aufgeschnappt werden. In der Regel machen sie den Eindruck, risikofrei oder zumindest risikoarm zu sein. Manchmal ist der Auslöser auch eine Person aus dem näheren Umfeld, die diese „todsichere Idee“ hat. Tatsächlich finden viele erst später heraus, dass die Idee doch nicht so toll war.

Rationalisierung

Wenn Menschen zu Betrügern werden, sind sie in der Regel (noch) nicht frei von moralischen Bedenken. Es ist der Grund, warum Druck notwendig ist, um sie zu Kriminellen zu machen. In diesem Fall kommt es zu einer Rationalisierung. Der Betrüger sucht nach Argumenten, um seine Tat zu rechtfertigen. Meist handelt es sich dabei um eine „moralische Legitimation“. Diese könnte so aussehen: „Die haben eh genügend Geld.“ „Das hat er jetzt davon, dass er mir das Weihnachtsgeld gestrichen hat. Es ist nur gerecht.“ „Warum sollen die alles haben, während Menschen wie ich nichts haben?“ „Vielleicht war das kriminell, aber die sind doch noch krimineller!“ Tatsächlich basieren viele betrügerische Aktivitäten auf dem Wunsch, dem Arbeitgeber etwas heimzuzahlen. Ebenso fällt die Hemmschwelle enorm, wenn das Ziel ein Großkonzern ist.


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