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Wo landet Formel-1-Technik?

Von der Formel-1-Strecke auf die Straße Quelle: Pixabay Wenn die Frage danach gestellt wird, ob Formel-1-Technik es wirklich bis in normale Straßenautos schafft, kann man diese ganz klar bejahen – es sickert so einiges nach unten durch. Heute gibt es eine ganze Reihe von Standardfunktionen in modernen PKWs, die das Licht der Welt ursprünglich als kostspieliger neuer Luxus in Formel-1-Wagen erblickten. Nachdem die Technologie von Bugs befreit und erschwinglich gemacht wurde, ging sie in Serienfertigung und wurde Standard auf der Straße. Dies spielt eine wichtige Rolle dabei, Autos sicherer, bei allen Wetterbedingungen zuverlässiger, einfacher und angenehmer zu fahren zu machen. Der Einfluss der Formel 1 ist in vielen Bereichen spürbar, und abgesehen von technischen Entwicklungen hat sie auch viele Casinospiele rund um das Thema Rennsport inspiriert, ganze Videospiele-Franchises und sich selbst als Marke mit höchstem Wiedererkennungswert erschaffen. Werfen wir einen Blick darauf, welche Formel-1-Technik es bis in normale Straßenautos geschafft hat, und wie die fortschrittlichen Innovationen an unsere Alltags-Limousinen und -SUVs angepasst wurden.

Bessere Bremsen

Scheibenbremsen sind besser und sicherer als Trommelbremsen, und für die Erfindung der Scheibenbremsen haben wir der Formel 1 zu danken. Die ersten zuverlässigen Stahlscheibenbremsen wurden auf den Formel-1-Rennstrecken perfektioniert. Heute sind sie in den meisten Autos Standard. Derzeit werden die besten Scheibenbremsen in der Formel 1 aus Kohlefaser hergestellt, aber sobald die Hersteller einen Weg finden, sie für den allgemeinen Gebrauch erschwinglich zu machen, werden Autos auf der Straße eine weitere Bremsrevolution erleben. Und wo wir beim Thema Kohlefaser sind...

Kohlefaserkarosserie

Das große Ziel der Formel 1 war es immer, mehr Leistung und weniger Gewicht zu erreichen, und Kohlefaser sorgte in dieser Hinsicht für eine Spielwende. Sie ist leichter und stärker als Stahl oder Aluminium, lässt sich genauso in aerodynamische Formen bringen und ist heute im Chassis und in der Karosserie vieler Straßenfahrzeuge zu finden.

Und nochmal zum Thema Bremsen

Vererbte Technik – Wie Straßenautos von der Formel 1 profitieren Quelle: Pixabay Die Scheibenbremse ist nicht das einzige Geschenk der Formel 1, wenn es darum geht, Fahrzeuge zu bremsen. Sowohl das Antiblockiersystem als auch die Antriebsschlupfregelung erblickten in der Formel 1 das Licht der Welt, ebenso wie der Allradantrieb. Und der Computer, der alle drei Funktionen steuert, stammt vom Steuergerät eines Formel-1-Autos, das millisekundengenau Bremsen, Traktion und Kraft für alle Räder steuert, um maximale Leistung mit maximaler Sicherheit zu verbinden. Ein moderner Roadster verfügt über die gleiche Computer-, Brems- und Antriebstechnik und bietet dadurch die gleiche Kombination.

Aerodynamische Anpassungen

Seit Jahren ist die Formel 1 an der Verbesserung der allgemeinen Straßenlage von oben nach unten beteiligt. Der Spoiler, der zusammen mit anderen Finnen und Karosserie-Verbesserungen für mehr Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten sorgt und das Auto auf der Straße hält, wurde von Lotus erfunden und war ursprünglich nur auf Formel-1-Fahrzeugen zu finden.

Den Reifen auf den Grund gegangen

Ein Formel-1-Wagen hat zwischen 150 und 300 Sensoren, die während eines Rennens riesige Mengen an Informationen sammeln. All das wird von Computern gesammelt und analysiert, um Ingenieuren und Designern die Informationen zu geben, die sie brauchen, um Autos zu verbessern. Zum Beispiel haben es die von Pirelli gesammelten Informationen, für die unterschiedlichen Temperaturen auf verschiedenen Teilen der Reifen während eines Formel-1-Rennens gemessen wurden, dem Unternehmen ermöglicht, neue Kautschukpolymere zu entwickeln und die Zusammensetzung ihrer Reifen so anzupassen, dass sie im heißen Zustand effizienter ist. Eine ähnliche Analyse durch Wassersensoren bei Formel-1-Autos auf nasser Fahrbahn ermöglichte die Umgestaltung von Profilmustern für optimalen Grip - beide Innovationen haben es vom Formel-1-Ring auf die Straße geschafft.

Eine grünere Umwelt

Dieser Punkt ist eine Überraschung - aber sollte er das sein? Bei der Formel 1 ging es schon immer darum, aus jedem Milliliter Kraftstoff die höchstmögliche Geschwindigkeit herauszuholen. Daher sollte die Tatsache, dass Formel-1-Designer vom Thema Kraftstoffeffizienz besessen sind, niemanden überraschen. Im Gegenteil – ihre Besessenheit darauf, kein Energiepotenzial zu vergeuden, führte zur Entwicklung von Turboladern, des Kinetic Energy Recovery Systems (KERS) und anderen Innovationen, die Abhitze in Strom umwandeln Alle diese Verbesserungen, die ursprünglich für die Formel 1 erfunden wurden, sind jetzt in den umweltfreundlichsten Hybridfahrzeugen zu finden, wo sie genau das tun, was sie auch auf der Rennstrecke tun: Energie aufnehmen, die sonst verschwendet würde, und sie in Strom für das Auto verwandeln. Grüner geht es wohl kaum.


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